»Claras Tagebuch« – Ein neues Mini-Game für den Zepp Guide

Zeppelindorf, 1914. Kümmern oder liegen lassen? Claras Tagebuch zeigt, warum gute Planung nicht immer hilft und es nur weniger schlechte Optionen gibt.
Wer kennt das nicht: Man steht an einem historischen Ort und fragt sich, wie das Leben der Menschen früher wohl war. Nicht die großen Ereignisse – sondern der Alltag. Das Abwägen, Entscheiden, Durchkommen. Genau diesen Alltag erlebbar zu machen, ist die Idee hinter dem neuen Mini-Game »Claras Tagebuch: Kümmern oder liegen lassen«, das seit Anfang 2026 in der Museums-App Zepp Guide des Zeppelin Museums Friedrichshafen zu spielen ist.
Ein Spiel über Entscheidungen – und das Scheitern daran
Das Spiel versetzt die Spieler:innen in die Rolle einer Frau und Mutter im Zeppelindorf – jener Werkssiedlung, die ab 1914 rund um die Zeppelin-Werke in Friedrichshafen entstanden ist. In sieben Runden erleben sie einen Tagesablauf, der auf den ersten Blick überschaubar klingt: Gartenarbeit, Haushalt, Einkaufen, Vernetzen mit den Nachbar:innen. Je vier Aufgaben, die mit Spieleinheiten erledigt werden müssen.
Doch »Claras Tagebuch« ist kein klassisches Erfolgsspiel. Ganz bewusst nicht.
Denn spätestens ab Runde drei bricht die Realität in den Spielfluss ein: Ein Streik legt das Einkommen lahm. Ein Kind erkrankt. Der Kartoffelkäfer befällt die Felder. Plötzlich stehen drei Aufgaben auf dem Zettel – und nur noch Einheiten für zwei. Was bleibt liegen? Was hat Konsequenzen? Und welche Konsequenzen sind das?
Jede Entscheidung hat einen Preis. Wer das Ersparte für den Einkauf ausgibt, hat nichts mehr für Weihnachten. Wer das Unkrautjäten auslässt, hat im Herbst mehr Arbeit. Wer die Nachbarin ein Mal enttäuscht, riskiert, selbst auf Hilfe verzichten zu müssen.

Das Tagebuch als Spiegel
Eingerahmt wird jede Runde von einem simulierten Tagebucheintrag – in der Ich-Perspektive, in einem Ton, der zwischen pragmatischer Nüchternheit und leiser Erschöpfung liegt. Zu Beginn kündigt er an, was der Tag bringt. Am Ende reflektiert er, was daraus geworden ist – ob gelungen oder gescheitert, und warum das im Kontext der Zeit gar nicht so einfach zu unterscheiden ist.
Das Scheitern ist dabei kein Fehler des Spiels, sondern sein Kern. Es soll spürbar machen, dass sorgfältige Planung und das Beste zu tun nicht automatisch zum besten Ergebnis führen. Dass Menschen in bestimmten Lebenslagen schlicht keine guten Optionen hatten – nur weniger schlechte.

Pixel für Pixel: Das Zeppelindorf im Blick
Gestalterisch greift das Spiel »Claras Tagebuch« die bewährte Pixeloptik der bestehenden Zepp-Guide-Games auf und überträgt sie auf das Zeppelindorf selbst. Die Spielwelt zeigt eine Siedlung mit ihren charakteristischen Häusern, dem Schaugarten und dem Konsum-Laden – alles angelehnt an die originale Architektur der historischen Arbeitersiedlung. Wer das Schauhaus schon einmal in echt besucht hat, wird Bekanntes wiedererkennen. Wer noch nicht da war, bekommt vielleicht Lust dies zu ändern.
Das Spiel »Claras Tagebuch: Kümmern oder liegen lassen« ist Teil des Zepp Guide, der App des Zeppelin Museums Friedrichshafen, verfügbar im App Store und im Google Play Store.

.jpg)
