Jahr
2026

Das freie Wort – digital

Wie wir »vor Ort« mit »weltweit« für die Berliner Ankerinstitution der Literaturszene verwoben haben. Ein Projekt mit Anlauf, das weit gesprungen ist.

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Die Ausgangslage
Die Lettrétage ist in Berlin mehr als nur ein Veranstaltungsort; sie ist das Nervenzentrum der freien Literaturszene. Ein Ort, an dem vernetzt, gefördert und produziert wird. Digital fand diese Dynamik zuletzt jedoch in einem eher beengten Korsett statt. Ein über Jahre gewachsenes WordPress-Konstrukt, beschwert durch eine Überdosis an Plugins, machte die Pflege mühsam und die Auffindbarkeit – Stichwort SEO und Answer Engine Optimization (AEO) – schwierig. Zudem blieb das Herzstück, das riesige Netzwerk aus Autor:innen und die Verknüpfung zur Plattform literaturszene.berlin, oft unsichtbar. Die Technik stand der Vision im Weg.

Die Aufgabe
Es galt, eine Struktur zu schaffen, die dem »Netzwerkgedanken« nicht nur als Schlagwort huldigt, sondern ihn benutzbar macht. Wir wollten weg von der statischen Infoseite, hin zu einem lebendigen Hub. Das Ziel war eine Plattform, die so flexibel ist wie das Programm der Lettrétage selbst – und dabei ästhetisch die Klarheit besitzt, die man braucht, wenn es im Kern um Texte geht. Dabei aber das Spielerische und die Leichtigkeit nicht vergisst, Stichwort: die rote Linie. Ein gestalterisches Element, abgeleitet vom handschriftlich anmutenden Logo. Sie zieht sich digital um alle Elemente einer Seite.  

Bonus: ein neuer, zweiter Raum für die Praxis – K26
Ein besonderes Augenmerk lag auch auf der Integration des K26, dem neuen Projekt- und Veranstaltungsraum der Lettrétage in Schöneberg. Hier weitet sich der Fokus vom rein Kuratorischen hin zum Ermöglichen: Der Raum ist Denkfabrik, Workshop-Ort und Event-Location zugleich. Für die Website bedeutete das, eine Landingpage zu schaffen, die den Spagat zwischen kulturellem Anspruch und funktionaler Vermietungs-Logik meistert. Wir haben das K26 als eigenständige, aber visuell fest im Markenkern verankerte Einheit inszeniert. Durch ein klares Informationsdesign werden harte Fakten mit der Atmosphäre des Hauses verknüpft – ein digitaler Empfang, der den physischen Raum für externe Nutzer erschließt, ohne die literarische Identität zu verwässern.

Der Prozess
Wir haben nicht einfach nur gestaltet, sondern sortiert. In einer intensiven Konzeptphase wurden Anforderungen seziert, Wireframes gebaut und Klickdummys so lange gegen die Wand gefahren, bis sie hielten. Das geschah alles andere als im stillen Kämmerlein: In agilen Schulterblicken haben wir die Stakeholder der Lettrétage eng eingebunden. Dieser Dialog war essentiell, um die Komplexität der verschiedenen Akteure und der Partnerseite www.literaturszene.berlin auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Die Lösung
Wir haben uns für Webflow als technologisches Rückgrat entschieden. Warum? Weil es die Brücke schlägt zwischen technischer Präzision und redaktioneller Freiheit. Pflegeleicht, effektiv und hochoptimiert für SEO und AEO. Das Team der Lettrétage kann nun über dynamische CMS-Inhalte den Puls der Szene abbilden, während das neue »Build Feature« es erlaubt, Inhalte auf statischen Seiten zu ändern oder neue Landingpages – etwa für zukünftige Raumprojekte – eigenständig zu erstellen.

Das Ergebnis
Die neue Website ist kein digitaler Prospekt mehr, sondern ein »ästhetisches Werkzeug«. Sie ist im Design selbstbewusst, technisch auf der Höhe der Zeit und gibt dem Netzwerk den Raum, den es verdient. Ein Relaunch, der die institutionelle Kraft der Lettrétage auch im Browser spürbar macht.

PS: Die AEO-Optimierung war dabei so erfolgreich, dass wir ob des vielen Traffics gezielt Agenten ausschließen mussten, die für die Lettrétage nicht zwingend hilfreich sind. 

Du hast ein ähnliches Projekt vor oder bist an mehr Informationen über dieses interessiert? Dann hilft Uwe Viehmann gerne weiter.
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